Blutegelbehandlung 

Dafür wird die Haut an den geeigneten Stellen leicht angeritzt. Auf jede dieser kleinen Wunden wird dann eine Egel gesetzt. Die Egel können acht bis zehn Milliliter Blut aufsaugen und fallen nach etwa einer Stunde von selbst ab.
Nach der Behandlung sind in der Regel mehrere Stunden Bettruhe nötig, weil die kleinen Wunden noch lange nachbluten, was ein durchaus erwünschter Effekt ist. Das kommt daher, weil der Speichel der Egel Hirudin enthält. Diese Substanz macht das Blut dünnflüssiger und wirkt zugleich entzündungshemmend. Wegen dieser Eigenschaft wird die Blutegelbehandlung zum Beispiel bei chronischen Nebenhöhlenentzündungen und Arthrose empfohlen. Sie hilft aber auch bei Schwellungen und Stauungen in Venen und Lymphgefäßen sowie bei Migräne. Menschen, die gerinnungshemmende Medikamente nehmen müssen etwa, weil eine Thrombose, ein Schlaganfall oder ein Herzinfarkt droht, können nach einer Blutegelbehandlung oft die Dosis verringern.
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