Hypericum

Hypericum perforatum, das Johanniskraut, ist eine seit Jahrhunderten in der Volksmedizin bekannte Heilpflanze und wächst in Europa und Asien. Zur Herstellung der homöopathischen Ursubstanz wird die ganze Pflanze zur Zeit der Blüte verwendet.

Hypericum ist das wichtigste Mittel bei allen Nervenverletzungen. Wenn durch eine Verletzung ein Nerv geschädigt worden ist, denken wir nicht in erster Linie an Arnica, sondern an Hypericum. Die betroffenen Körperstellen sind reich an Empfindungsnerven wie z.B. Finger, Zehen, Nägel, Steißbein.

An Symptomen finden wir je nach Verletzung den Nerven entlang schiessende Schmerzen, Ameisenlaufen, Kribbeln, Taubheitsgefühl oder Nackenschmerzen. Bei Rücken- oder Nackenschmerzen hat Hypericum eine Besserung beim Nach-hinten-Beugen, Arnica hingegen beim Nach-vorne-Beugen.

Zu beachten gilt, dass Hypericum nie vor einer Narkotisierung, z.B. bei einer zahnärztlichen Behandlung oder Operation angewendet werden sollte. Die Wirkung der Anästhesie würde dadurch vermindert werden.

Leitsymptome:

Kribbeln, Taubheitsgefühl, Ameisenlaufen, Gefühllosigkeit.

Den Nerven entlang schiessende, reißende, ausstrahlende Schmerzen.

Bei Rücken-, Nackenschmerzen besser durch Nach-hinten-Beugen (Arnica ist besser durch Nach-vorne-Beugen).

Modalitäten:

V : Feuchtigkeit, Nebel, Kälte, Berührung, Erschütterung.
B : Kopf, Wirbelsäule nach hinten beugen.

 

Indikationen:

Geburt, Gehirnerschütterung, Gürtelrose, Injektionen, Insektenstiche, Knochenbrüche, Nervenverletzung, Operationen, Prellung, Rückenschmerzen, Schleudertrauma, Verbrennungen, Wunden, Wundinfektion, zahnärztliche Behandlung, Zahnschmerzen.

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