China |
|
Cinchona succirubra, der Chinarindenbaum, wächst in den tropischen Gegenden Südamerikas und wird in Ostindien angebaut. Entdeckt wurde die Rinde um 1638 in Peru. Verwendet wird die getrocknete Zweigrinde. Die Jesuiten im 17. Jh. gebrauchten die Chinarinde als Malariamittel. Dem Chinarinde-Versuch durch Hahnemann verdankt die Homöopathie ihre Entdeckung. |
|
Beim China-Patienten handelt es sich meist um ungewöhnlich geschwächte Menschen, wie man sie als Folge von erschöpfenden Krankheiten beobachtet. Dieser Schwächezustand entsteht häufig durch den Verlust von Körpersäften, also z.B. nach einer Geburt, nach dem Stillen, nach Durchfall, nach starken Schweißausbrüchen etc. Besonders hervorgehoben werden muss seine Wirkung bei Blutungen und die Zustände nach Blutverlust. |
|
China ist ein wirksames Mittel in der Rekonvaleszenz (Erholungsphase nach einer Krankheit). Die Schwäche äußert sich durch nervöse Reizbarkeit, Appetitlosigkeit, Verdauungsprobleme und die Neigung zu kalten Schweißausbrüchen. Der Patient friert und ist extrem empfindlich auf Zugluft. Oft kehrt das Fieber immer wieder zurück, da der Organismus zu schwach ist, die Krankheit schnell zu überwinden. |
|
Bei Verdauungsbeschwerden finden wir eine große Tendenz zu Blähungen und Aufstoßen. Der ganze Bauch ist stark aufgetrieben, aber sonderbarerweise bringen Windabgang oder Aufstoßen dem Patienten keine Erleichterung. |
|
Psyche: |
|
Ärgerlich, sarkastisch, apathisch, mutlos, nervöse Reizbarkeit. |
|
Leitsymptome: |
|
Erschöpfung, Schwäche nach langer Erkrankung. |
|
Kalter Schweißausbruch, Körper eiskalt, friert, Schwindel, Ohrensausen. |
|
Ganzer Bauch stark gebläht und aufgetrieben. |
|
Keine Besserung durch Aufstoßen oder Windabgang. |
|
Folgen von: |
|
Genuss von unreifen Früchten. Verlust von vitaler Flüssigkeit (Blut, Stuhl, Schweiß), Schwangerschaft, Geburt, Grippe, körperlicher Anstrengung, langer Krankheit. |
|
Modalitäten: |
|
V : Berührung, nachts, Zugluft, Kälte. |
|
|
|
Indikationen: |
|
Blähungen, Blutungen, Dreimonatskrämpfe, Durchfall, Erschöpfung, Fieber, Geburt, Grippe, Koliken, Kopfschmerzen, Magen-Darmbeschwerden, Menstruationsbeschwerden, Nasenbluten, Nervosität, Operationen, Schlaflosigkeit, Schwindel. |