Carbo vegetabilis

Carbo vegetabilis, die Holzkohle, wird aus verkohltem Buchen- oder Birkenholz hergestellt.

Ein Patient, der Carbo vegetabilis braucht, leidet oft an Sauerstoffmangel. Dies sehen wir an seiner blassen, bläulichen Gesichtsfarbe, seinen blauen Lippen und am ausgeprägten Verlangen nach Frischluft. Er will Luft zugefächelt oder das Fenster offen haben, obwohl er friert.

Typisch für Carbo vegetabilis ist der Kältezustand. Der Patient friert. Er hat kalte Glieder und oft fühlt sich der ganze Körper eiskalt an. In sehr ausgeprägten Zuständen ist sogar der Atem kalt.

Vorherrschend ist der Schwächezustand des Patienten, welcher sich in Schlappheit, Erschöpfung evtl. bis zum Kollaps zeigt. Kalte Schweissausbrüche treten ebenfalls als Zeichen der Kreislaufschwäche und der allgemeinen Erschöpfung auf.

Carbo vegetabilis ist stark gebläht. Der Bauch ist voller Luft, die nach oben steigt und häufig Herzdruck und Atemnot verursacht. Durch das Aufstoßen und den Windabgang nimmt der Druck auf das Herz und die Lungen ab. Dies führt zu einer Erleichterung.

Psyche:

Ängstlich, hypochondrisch.

Leitsymptome:

Schwäche, Kreislaufzusammenbruch, kalter Schweiß, kalte Hände und Füße.

Erschöpfung, Frostigkeit.

Gesicht und Lippen blass bis bläulich. Eingesunkenes Gesicht.

Das einfachste Essen bildet Darmgase. Blähungen im Oberbauch.

Atemnot mit Frischluftverlangen. Will Luft zugefächelt haben (Sauerstoffmangel).

 

Folgen von:

Fettigem Essen, Milch, Blutungen, erschöpfenden Krankheiten, körperlicher Überanstrengung, Hitze, Unterkühlung.

Modalitäten:

B: Windabgang, Aufstoßen, Kälte, Luft zufächeln, Kleider lockern, Liegen.

Indikationen:

Atemnot, Blähungen, Blutungen, Erschöpfung, Heiserkeit, Husten, Insektenstiche, Keuchhusten, Lebensmittelvergiftung, Magen-Darmbeschwerden, Nasenbluten, Reisekrankheit, Schwangerschaftserbrechen, Schwindel, Sonnenstich, Vergiftungen, Zahnfleischentzündung.

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